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Europa 01/12/2020

Alemania: Woher kommt eigentlich ... die Kartoffel?

Kartoffeln sind der Deutschen liebste Beilage. Gut 60 Kilo isst man hierzulande durchschnittlich pro Kopf im Jahr. Doch: Wie gut kennen wir unsere tolle Knolle überhaupt? Wissen wir denn eigentlich, wo sie überhaupt herkommt?

Keine Beilage ist den Deutschen so lieb und teuer, wie die gute, alte Kartoffel! Manch einer betrachtet das deutsche Volk und die Kartoffel gar als unzertrennlich – doch tatsächlich hat die Jahrtausende alte Knolle ihren Ursprung gaaanz wo anders, viele tausend Kilometer weit entfernt. Wir verraten Ihnen, woher die Kartoffel eigentlich kommt und wie sie ihren Weg nach Deutschland gefunden hat.

Die Geschichte der Kartoffel: Knolle auf großer Reise über den großen Teich

Unglaublich, aber wahr: Die Kartoffel ist schon mehr als 10.000 Jahre alt – das geht zumindest auf die ältesten Nachweise zurück. Als Herkunftsländer gelten bis heute Peru und auch Chile, wo einst die Inka Kartoffeln anbauten und diese sogar so verehrten, dass religiöse Feste und Termine im engen Zusammenhang zur Erntezeit der Knolle standen.

Im Zuge der Eroberung Amerikas durch die Europäer war es der spanische Conquistado Francisco Pizarro, der um das Jahr 1532 herum auf die Anden stieß – und dort die Kartoffel kennenlernte. Im Laufe der Jahre entdeckten weitere Eroberer die tolle Knolle und lernten auch, wie man diese zubereitet. Gut 30 Jahre später wurde die Kartoffel kurzerhand mitgenommen nach Europa – inklusive eines Zwischenstopps auf den Kanarischen Inseln, wo sie alsbald angebaut wurde.

Es dauerte noch einige Zeit, bis die Knolle dann auch den Weg zum spanischen Festland gefunden hat, wobei man sich nicht ganz sicher ist, wie viele Jahre es denn nun genau waren. Man geht davon aus, dass des zwischen 1564 und 1573 passiert sein muss.

Verrückt: In Deutschland war man erst wenig begeistert

Von Spanien aus verbreitete sich die Kartoffel langsam aber sicher über ganz Europa. Zunächst gelangte sie nach Italien, dann um 1620 herum auch in Österreich. Zumindest gibt es ein Kartoffel-Kochbuch aus dem Jahr 1621, das in Linz erschienen ist. Von Österreich war dann der Weg nach Bayern nicht weit: Spätestens um 1647 pflanzten die Hohenzollern Kartoffeln in Pilgramsreuth bei Rehau an – und dann auch im Berliner Lustgarten. Wer hätte das gedacht!

Apropos: Wer hätte außerdem gedacht, dass die Deutschen erstmal alles andere als begeistert von der Knolle waren? Die preußischen Bauern sollen sich sogar geweigert haben, das Gewächs anzupflanzen. Man geht heute davon aus, dass die Bauern einst die eigentlich ungenießbaren Früchte probierten, die aus den Kartoffel-Blüten entstanden. Und das schmeckte ihnen gar nicht!

Früher galten Kartoffeln als Essen für arme Leute.

Friedrich der Große war allerdings großer Fan der Knolle und zeigte sich schwer ambitioniert, sie in Deutschland zu etablieren. So erließ er im Jahr 1756 den "Kartoffelbefehl": Alle Bauern MUSSTEN Kartoffeln anbauen, sogar unter Androhung von Strafen. Zusätzlich ließ er sich eine Menge einfallen, um sein Vorhaben weiter voranzutreiben. Es heißt etwa, er habe Kartoffel-Felder von Soldaten bewachen lassen. Das sollte zeigen: Was bewacht wird, ist wertvoll – und das sollte Bauern zusätzlich motivieren.

Siegeszug der Kartoffel erst im 19. Jahrhundert

Wirklich beliebt wurde die Kartoffel in Deutschland dann erst im 19. Jahrhundert. Großstädte entstanden, Nahrungsmittel für eine große Masse mussten irgendwo herkommen, insbesondere auch für die arme Bevölkerung. Da kam die Kartoffel gerade recht, die in Sachen Bodenbeschaffenheit recht anspruchslos ist und sich gut anbauen lässt.

Und heute? Ja, heute ist die Kartoffel längst kein "Arme Leute"-Lebensmittel mehr. Sie ist so beliebt wie keine andere Beilage und hat sogar ihren ganz eigenen, persönlichen Kartoffel-Ehrentag! Die Beliebtheit hat sie sich aber auch verdient – bei dem weiten Weg, den sie hinter sich hat.

Fuente: https://www.bildderfrau.de/kochen-backen/article230996320/Woher-kommt-die-Kartoffel.html


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